Die Stadt Hamburg geht nicht gut um mit ihren Gewinnern. Ich zum Beispiel, der ich mich ohne jede Anmaßung zu dieser Kategorie zählen darf, ging am Mittwoch in meinen Lokstedter Lottoladen, lupfte meinen Schein mit den drei Richtigen und bat um Auszahlung des Gewinns von neun Euro irgendwas. Was aber tat der graugesichtige Mann hinter dem Plastiktresen? Er schüttelte den Kopf und weigerte sich, meinen Gewinn herauszurücken, ohne meinen Schein überhaupt anzunehmen.
„Der ist nicht von hier“, knurrte er und hatte recht. Ich hatte den Tippzettel, gierig auf den Jackpot, auf Rügen ausgefüllt. Offenbar hatte der Lokstedter Lottomann das schon aus der Distanz erkannt. „Gut“, sagte ich. „Und was bedeutet das? Soll ich etwa nach Rügen fahren, um meinen satten Gewinn einzustreichen?“ (weiterlesen…)