Das Blog und ich

Mein Name ist Jens Meyer-Wellmann. Ich lebe in Hamburg und arbeite seit 1997 als Journalist – derzeit als stellvertretender Redaktionsleiter der Tageszeitung DIE WELT und der WELT AM SONNTAG in Hamburg. Ich bin Mitglied der Nordelbischen Kirche, des Deutschen Journalistenverbandes und der Bürgerinitiative ausländische Arbeitnehmer. Ich bin nicht und war nie Mitglied einer politischen Partei. Mehr über mich erfahren Sie auf meiner Homepage meyer-wellmann.de oder direkt auf der dortigen Vita-Seite. In diesem kurzen Video können Sie mich auch sehen – bei einer Talkshow.

Da ich bisher vor allem als politischer Journalist in Hamburg gearbeitet habe, sind Politik und Hamburg natürlich meine Kernthemen und werden es auch in diesem Blog sein. Hauptgrund für mich, nun ein Blog einzurichten, ist die Überzeugung, dass man als Journalist auf nichts mehr angewiesen ist, als auf eine permanente Rückkopplung mit seinen Lesern. Die Zeiten des Frontaljournalismus gehen langsam vorüber. Umso wichtiger ist es mir, mich hier mit Ihnen und Euch in einen offenen Dialog zu begeben.

Denn für mich und meinen Berufsstand ist eine Zeit des Suchens und Fragens angebrochen. Sind wir irgendwann überflüssig, oder braucht uns die Welt trotz Twitter, Facebook, Youtube und Blogging auch künftig? Sind professionelle Nachrichtenvermittlung, Kommentierung, Gewichtung und Einordnung gesellschaftlicher Entwicklungen weiterhin gefragt? Auch dies ist ein Thema, mit dem ich mich hier beschäftigen werde.

Nicht umsonst findet sich dieses Blog nicht nur unter netzigkeiten.de sondern auch unter der Adresse buzzmachine.de – einer Anlehnung an  buzzmachine.com, die Seite des amerikanischen Internet-Gurus Jeff Jarvis, der in seinem Buch “Was würde Google tun?” eine radikale Demokratisierung der Welt, eine neue Kultur von Offenheit und Dialog (Obama wurde mit dieser Bewegung US-Präsident) und einen kompletten Strukturwandel der (Medien-)Wirtschaft durch das Internet prophezeit. Dieser Wandel hat, wie wir alle verfolgen können, gerade erst begonnen.

Zu den Hauptthemen Hamburg, Politik und Medien soll es aber auch “Netzigkeiten” aller Art geben – von schrägen Fundstücken im Web über verrückte Erlebnisse im journalistischen Alltag und den Leidensgeschichten eines Vaters zweier aufmüpfiger Söhne bis zu Weisheiten aus Lateinamerika, wo ich einen Teil meiner Jugend verbracht habe.

Dass ich den Kunstbegriff “Netzigkeiten” zum Titel gewählt habe, heißt nicht, dass alles nett sein wird, was ich schreibe, oder alles mit dem Netz zusammenhängt. Manches aber schon. Vieles allerdings wird nicht nett sein – und nicht das Geringste mit der digitalen Welt zu tun haben. Denn nicht immer stimmt der berühmte Satz des amerikanischen Medientheorikers Marshall McLuhan “The medium is the message”, wonach der Verbreitungsweg einer Botschaft wichtiger ist als die Botschaft selbst.

Manchmal geht es auch um Inhalte.

Ich freue mich, dass Ihr und Sie hier seid und sind – und hoffe auf viele Kommentare und einen intensiven Austausch.

Ich bin auch über Facebook, Twitter und Xing erreichbar.

Aktuelle und ausgewählte Texte von mir, die in Tageszeitungen veröffentlicht wurden, finden Sie auch auf meiner Homepage www.meyer-wellmann.de.

Dies ist ein rein privater, nicht-kommerzieller Blog. Die hier veröffentlichten Texte geben allein die persönliche Meinung von Jens Meyer-Wellmann wieder.

  1. ulrich kasparick’s avatar

    ich schau gern hier vorbei. mir gefällt der persönliche ton sehr! beste grüße aus berlin. ulrich kasparick.

  2. Schalthoff’s avatar

    Hallo,
    was man beim surfen alles so entdeckt. Gute Idee! Denke, ich werde mich mal öfter auf deine Seite “verirren”.
    Gruß
    Herbert