Januar 2010

Beiträge aus Januar 2010.

Allmählich sehnt man sich nach einem (auch nicht übermäßig hohen) rot-grünen Mindeststandard in Sachen Anstand und Bildung zurück.

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Hier, dank Sascha Lobo, der Redetext des Herrn Oettinger.

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Der Streit über die vom schwarz-grünen Hamburger Senat geplante Einführung einer sechsjährigen Primarschule nimmt kein Ende. Nachdem die Reformgegner 184.000 Unterschriften gegen das Vorhaben sammelten, könnte es im Sommer zu einem Volksentscheid kommen. Ein Kommentar.

Es gibt Situationen im Leben, da sind Kompromisse nicht möglich. Es gibt keine halben Schwangerschaften, und es käme niemand auf die Idee, sein Wohnzimmer in vier unterschiedlichen Farben zu streichen, weil er sich mit Frau und Kindern nicht einigen kann. Wenn aber ein guter und tragfähiger Kompromiss unmöglich ist, hilft nur eines: eine klare Entscheidung. Möglicherweise wird diese Situation auch beim Streit über die Einführung der sechsjährigen Primarschule eintreten.

Es gibt gute Argumente für diese Reform – und es gibt gute dagegen, vor allem gegen die Art und Weise, wie sie den Hamburgern vorgesetzt wurde, und die Geschwindigkeit, mit der sie umgesetzt werden soll. Beide Seiten sind zunächst polemisch übereinander hergezogen. Die Reformgegner haben so getan, als sei die Einführung eines weltweit gültigen Standards wahres Teufelszeug. Und Schwarz-Grün hat versucht, die ehrlichen Bedenken Hamburger Eltern als “Gucci-Aufstand” zu diffamieren. Nun reden die Kontrahenten zwar miteinander – eine tragfähige Einigung aber scheint kaum möglich.

Man kann diese Reform umsetzen, oder man kann es lassen. Weiterlesen »

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Lange habe ich gedacht, ich sei sicher. Jedenfalls in meiner Wohnung. Wo sonst soll der Mensch sich beschützt wähnen, wenn nicht unter der eigenen Neubaudecke? Dann aber machte sich etwas Böses breit in meiner Bude. Es war die dunkle Seite der Macht, die Besitz nahm von den Lokstedter Quadratmetern. Das Böse war rot und kam in länglicher Form über mich, als Schwert um genau zu sein, als Laserschwert in gräulicher Halterung, und es gab zischende Geräusche von sich. Und dann kam er aus dem Kinderzimmer: Darth Vader, das furchterregend durch eine schwarze Maske röchelnde Wesen aus “Krieg der Sterne”, das Fleisch gewordene Zentrum des Bösen.

Wenn ich Nachbarskinder mit Darth-Vader-Masken herumlaufen sah, war mir bisher immer klar, dass deren Eltern Versager waren. Erziehungsversager. Meine Söhne würden Musikinstrumente spielen, Sport treiben und ausgewählte Kinderbücher lesen. Wenig später gelangte das erste Schwert in die Wohnung, das zweite, die Maske. Schließlich einer der Filme und alsbald die nächtliche Angst meiner kleinen Klonkrieger vor dunklen Viechern von hinter Alpha Centauri.

Am Ende half nur Kika. Der Kinderkanal sendet neuerdings eine Serie mit dem Titel “Darth Vader privat”. Darin kann man dem maskierten Miesfiesling zusehen, wie er unbeholfen Rock ‘n’ Roll tanzt oder weint, weil er noch nicht in den Stimmbruch gekommen ist. Geheilt vom Laserwahn und der Angst vor schwarzen Mächten aber wurden meine Söhne durch eine andere Folge: Weiterlesen »

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