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	<title>Kommentare zu: Antwort auf Stefan Niggemeier</title>
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	<description>Ein Blog über Hamburg, Familie, Politik und den Journalismus von morgen</description>
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		<title>Von: Mr. Mojo</title>
		<link>http://www.buzzmachine.de/2009/12/15/antwort-auf-stefan-niggemeier/comment-page-1/#comment-272</link>
		<dc:creator>Mr. Mojo</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 20:54:51 +0000</pubDate>
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		<description>Jens, danke für diesen Diskussionsbeitrag. Er rückt einiges zurecht. Um es gleich klar zu sagen: Ich bin für paid content, nutze selber auch einige Angebote. Qualitätsjournalismus gibt es nicht zum Nulltarif. D&#039;accord! Ist Dir aber mal aufgefallen, dass sich vor allem am ersten Tag nach Bekanntgabe des neuen Abendblatt-Angebots rund 70 Prozent der Kommentatoren über die mangelnde Qualität des Abendblatts beklagen. Das muss man ernst nehmen, Iken geht leider nicht darauf ein. Mir scheint, die drohende Abwärtsspirale dreht sich längst, da hilft nur eine gewaltige Kraftanstrengung von... Ja, von wem? Möglicherweise machst Du da einen Denkfehler. Erwartest Du wirklich, dass die Kunden in Vorleistung gehen? Und wenn sie dann genug gezahlt haben, steigert das Abendblatt wieder seine Qualität? Das funktioniert nicht.

Konkret: Regionales und Lokales kosten jetzt was. Ich weiß ja aus eigener leidvoller Erfahrung, welche Auswirkungen das im Regionalen hat. Und genau das soll jetzt Qualitätsjournalismus sein und Geld kosten?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Jens, danke für diesen Diskussionsbeitrag. Er rückt einiges zurecht. Um es gleich klar zu sagen: Ich bin für paid content, nutze selber auch einige Angebote. Qualitätsjournalismus gibt es nicht zum Nulltarif. D&#8217;accord! Ist Dir aber mal aufgefallen, dass sich vor allem am ersten Tag nach Bekanntgabe des neuen Abendblatt-Angebots rund 70 Prozent der Kommentatoren über die mangelnde Qualität des Abendblatts beklagen. Das muss man ernst nehmen, Iken geht leider nicht darauf ein. Mir scheint, die drohende Abwärtsspirale dreht sich längst, da hilft nur eine gewaltige Kraftanstrengung von&#8230; Ja, von wem? Möglicherweise machst Du da einen Denkfehler. Erwartest Du wirklich, dass die Kunden in Vorleistung gehen? Und wenn sie dann genug gezahlt haben, steigert das Abendblatt wieder seine Qualität? Das funktioniert nicht.</p>
<p>Konkret: Regionales und Lokales kosten jetzt was. Ich weiß ja aus eigener leidvoller Erfahrung, welche Auswirkungen das im Regionalen hat. Und genau das soll jetzt Qualitätsjournalismus sein und Geld kosten?</p>
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		<title>Von: Mr. Jibeking</title>
		<link>http://www.buzzmachine.de/2009/12/15/antwort-auf-stefan-niggemeier/comment-page-1/#comment-271</link>
		<dc:creator>Mr. Jibeking</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 12:50:15 +0000</pubDate>
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		<description>Meyer-Wellmann hat mit vielem Recht - und trotzdem klingt es ein bisschen, als beklage Uli Hoeness die Kommerzialisierung des Fußballs. 

Ein paar Anmerkungen: Die Entscheidung, journalistische Arbeit - ganz gleich welcher Qualität - umsonst anzubieten, haben allein Redaktionen und Verlage zu verantworten - keine finsteren Mächte. In soweit ist die Klage über die &quot;Geiz-ist-geil&quot;-Mentalität zwar nachvollziehbar und berechtigt. Sie als Vorwurf gegen Internetnutzer zu biegen, ist aber so problematisch als würde ein Schnapsfabrikant seinen Kunden das Saufen vorwerfen.

Geschwiegen wird in der laufenden Debatte bisher über den skurrilen Umstand, dass die Klage über die EXISTENZ der &quot;Geiz-ist-geil&quot;-Mentalität jetzt ausgerechnet von den Branchen geäußert werden, die das ENTSTEHEN dieser Mentalität durch ganzseitige Anzeigen, PR-Preise, Campaign-Awards  etc. pp. in entscheidendem Maße gefördert hat.  Der Hinweis auf die Trennung von Redaktion und Marketing wirkt da so bemüht wie das Insistieren eines Politikers, er habe die Wiedereinführung der Prügelstrafe als Privatmann gefordert und nicht als Abgeordneter. 

Marktgläubig wie ich bin, bin ich davon überzeugt, dass Menschen bereit sind, für Qualität zu zahlen. Ein teurer Anzug hält in aller Regel länger als ein billiger. 
Wenn - was ich befürchte - das Interesse an PaidContent gering bleiben wird, dann muss das nicht auf Dummheit oder Charakterschwäche der User zurückzuführen sein. Es KANN auch damit zu tun haben, dass Kunde und Produzent unter QUALITÄT etwas anderes verstehen. 

Einer der vielen Lehrer, die an mir verzweifelt sind und umgekehrt, hat mal gesagt: &quot;Qualität ist, wenn die Auflage steigt.&quot; - Gewinn ist geil. Gute Nacht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Meyer-Wellmann hat mit vielem Recht &#8211; und trotzdem klingt es ein bisschen, als beklage Uli Hoeness die Kommerzialisierung des Fußballs. </p>
<p>Ein paar Anmerkungen: Die Entscheidung, journalistische Arbeit &#8211; ganz gleich welcher Qualität &#8211; umsonst anzubieten, haben allein Redaktionen und Verlage zu verantworten &#8211; keine finsteren Mächte. In soweit ist die Klage über die &#8220;Geiz-ist-geil&#8221;-Mentalität zwar nachvollziehbar und berechtigt. Sie als Vorwurf gegen Internetnutzer zu biegen, ist aber so problematisch als würde ein Schnapsfabrikant seinen Kunden das Saufen vorwerfen.</p>
<p>Geschwiegen wird in der laufenden Debatte bisher über den skurrilen Umstand, dass die Klage über die EXISTENZ der &#8220;Geiz-ist-geil&#8221;-Mentalität jetzt ausgerechnet von den Branchen geäußert werden, die das ENTSTEHEN dieser Mentalität durch ganzseitige Anzeigen, PR-Preise, Campaign-Awards  etc. pp. in entscheidendem Maße gefördert hat.  Der Hinweis auf die Trennung von Redaktion und Marketing wirkt da so bemüht wie das Insistieren eines Politikers, er habe die Wiedereinführung der Prügelstrafe als Privatmann gefordert und nicht als Abgeordneter. </p>
<p>Marktgläubig wie ich bin, bin ich davon überzeugt, dass Menschen bereit sind, für Qualität zu zahlen. Ein teurer Anzug hält in aller Regel länger als ein billiger.<br />
Wenn &#8211; was ich befürchte &#8211; das Interesse an PaidContent gering bleiben wird, dann muss das nicht auf Dummheit oder Charakterschwäche der User zurückzuführen sein. Es KANN auch damit zu tun haben, dass Kunde und Produzent unter QUALITÄT etwas anderes verstehen. </p>
<p>Einer der vielen Lehrer, die an mir verzweifelt sind und umgekehrt, hat mal gesagt: &#8220;Qualität ist, wenn die Auflage steigt.&#8221; &#8211; Gewinn ist geil. Gute Nacht.</p>
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